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Globales Forum über wissenschaftliche Fortschritte, die für das BWÜ und das BWÜ-Vertragsstaatentreffen vom 2. bis 6. Dezember 2019 wichtig sind

Am 2. Dezember fand ein eintägiges Forum über die für das BWÜ wichtigen wissenschaftlichen Fortschritte statt, das vom Johns-Hopkins-Center for Health Security im UN-Hauptquartier in Genf, Schweiz, organisiert wurde. Eines der Podiumsdiskussionen trug den Titel “Gene Drives and Engineered Ecology”: What can we expect from these advancing capabilities and what are their implications for the BWC?

Trotz der kritischen Frage im Titel der Veranstaltung machte die Einleitung “Die Biotechnologie ist uralt, wir nutzen sie seit Tausenden von Jahren, wir haben den Anfang damit gemacht, dass wir aus dem Wolf einen Hund gemacht haben” deutlich, dass es kaum kritische Aussagen zur Gene-Drive Technologie geben würde. Das Panel, das sich aus einem Gene-Drive-Entwickler, einer Entomologin und einem Sprecher des National Institute of Health zusammensetzte, wurde von einer Universität ausgerichtet, die vom Open Philanthropy Project (das übrigens auch Target Malaria finanziert) finanziert wird.

Das am folgenden Tag vom Konfliktausschuss der GD geplante Panel mit dem Titel “Konfliktpotenziale durch die Freisetzung von Genantrieben” hatte daher die Gelegenheit, eher als ausgewogener Kontrapunkt zu fungieren. Zwei Vorträge der Wissenschaftler aus dem GDKonflikt-Projekt und die anschließende Diskussion mit und Fragen aus dem Publikum gaben einen breiten, aber komplizierten Überblick über die geplanten Anwendungen sowohl von Genantrieben als auch von horizontal environmental genetic alteration agents und die sich daraus ergebenden rechtlichen, politischen, regulatorischen, ethischen, sozialen und wirtschaftlichen Konfliktpotenziale. Obwohl es sich um eine parallele Sitzung handelte und sie unmittelbar vor Beginn der jährlichen Tagung der Vertragsstaaten des Biowaffen-Übereinkommens angesetzt wurde, wurde das Panel von den Teilnehmern gut rezipiert und gelobt.