Bio-Fracking:

Soll der Gasschatz gehoben werden?

Wolfgang Liebert zu Gast in der Ö1 Sendung Punkt Eins
am 9. November 2022.

„Hydraulic Fracturing“, kurz Fracking wird in Österreich nicht eingesetzt. In tausende Meter Tiefe zu bohren, um Erdgas zu gewinnen, ist mit Risiken für Mensch und Umwelt verbunden, wie erhöhte Erdbebengefahr, Methan-Emissionen und Grundwasserverschmutzung durch die eingesetzten Chemikalien. Seit die Gasversorgung infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gefährdet ist, mehren sich die Stimmen für den Einsatz von Fracking. Die OMV vermutet hierzulande ein Gasreservoir, das Österreich unabhängig von Russland machen und die Bevölkerung 30 Jahre mit Gas versorgen könnte. Wie groß dieser „Gasschatz“ tatsächlich ist, ist jedoch nicht belegt.

Herbert Hofstätter, mittlerweile emeritierter Professor der Montanuniversität Leoben, hat ein Verfahren entwickelt, bei dem keine Chemikalien verwendet werden müssen. Das Gas wird mit Hilfe von Maisstärke, Sand und Salz aus der Tiefe geholt. Die Methode wird gerne als „Bio-Fracking“ bezeichnet. Ist umweltfreundliches Fracking überhaupt möglich? Ist es sinnvoll, in die Förderung von fossilen Energieträgern zu investieren?

Natasa Konopitzky spricht mit Herbert Hofstätter von der Montanuniversität, dem Klimaforscher Harald Rieder (BOKU) und dem Risikoforscher Wolfgang Liebert (BOKU) über Potential und Gefahren des Fracking.

In der knapp einstündigen Sendung wurde von den beiden BOKU-Professoren, Rieder und Liebert, die Sinnhaftigkeit eines theoretisch möglichen Gas-Frackings in Österreich negativ bewertet.