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Erstmalige Veröffentlicht einer ökologischen Vulnerabilitätsanalyse für die Anwendung eines Gene Drives in einer wilden Insektenpopulation!

Die Zeitschrift Global Ecology and Conservation veröffentlichte einen Artikel von Carina R. Lalyer mit dem Titel “Ecological vulnerability analysis for suppression of Drosophila suzukii by gene drives“.
In ihrer Analyse erstellt sie einen systematischen Bewertungsrahmen für mögliche ökologische Auswirkungen und die daraus resultierende Verwundbarkeit ökologischer Systeme, die sich aus der Freisetzung genetisch veränderter Organismen ergeben könnten. Die angeführten Auswirkungen hängen nicht nur von den Eigenschaften des Organismus selbst sondern auch von seinen ökologischen Wechselwirkungen ab. Darüber hinaus werden sie maßgeblich von der Art des eingesetzten Gene-Drives beeinflusst. Die Arbeit identifiziert Wissenslücken und Unsicherheitsfaktoren im Umgang mit dieser Anwendung von Gene Drives. Weiters werden spezifische potenzielle Auswirkungen auf die Fruchtfliege Drosophila suzukii untersucht, um die Anfälligkeit von verwandten Arten oder Parasiten zu bewerten.

Lalyers Arbeit stellt die erste ökologische Vulnerabilitätsanalyse für die Anwendung eines Gene Drives in einer wilden Insektenpopulation, die in den letzten Jahrzehnten vermehrt als invasive Art und landwirtschaftlicher Schädling auftritt, dar.

Der Artikel ist frei zugänglich und frei verfügbar unter https://doi.org/10.1016/j.gecco.2021.e01883

carina.lalyer(at)boku.ac.at

The Viral Era

Bernd Giese veröffentlichte kürzlich in EMBO reports unter der Kategorie ‚Science & Society‘ einen Artikel mit dem Titel „The viral era“. In diesem erörtert er die Entwicklungen moderner Technologien weg von der direkten menschlichen Einflussnahme hin zu zunehmend autonomen Systemen. Veranschaulichend werden beginnend bei sterilen Insektentechnik (SIT), über Gene Drives, bis zu viralen Anwendungen wie Horizontalen Umweltgenetischen Veränderungsagenzien (HEGAA) einige Techniken zur biologischen Populationskontrolle beleuchtet.  Der Artikel schließt mit der Forderung nach angemessenen Sicherheitsvorkehrungen und der Frage, ob unser Verständnis der Natur für ein umfassendes Management ökologischer und sozio-ökologischer Systeme ausreicht.

Der Artikel ist auf embopress.org unter der Open-Access policy frei verfügbar.

ISR GUTACHTEN VERÖFFENTLICHT: NEUE TECHNOLOGIEN HELFEN NICHT DIE PROBLEMATIK DES RADIOAKTIVEN ABFALLS ZU LÖSEN

Das Gutachten wurde im Auftrag des deutsche Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) von den Wissenschaftler*innen des ISR  Friederike Frieß, Nikolaus Arnold, Wolfgang Liebert und Nikolaus Müllner erstellt. Es gibt einen Überblick über den gegenwertigen internationalen Entwicklungsstand der unter dem Begriff “Partitionierung und Transmutationnimmt” zusammengefassten Verfahren und Reaktorkonzepten. Es analysiert den technischen Reifegrad und die mit einem hypothetischen Betrieb solcher Anlagen verbundenen Risiken und nimmt Abschätzungen zu den möglichen Auswirkungen auf die nukleare Entsorgung vor.
Das gesammte Gutachten zum Herunterladen oder HIER zum Nachlesen als pdf.

Die Ergebnisse des Berichts wurden in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung und bei einer Veranstaltung des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit besprochen.