Department Day

Am 18. Juni fand der zweite Department-Day des Departments Wasser-Atmophäre-Umwelt statt. Wie auch im letzten Jahr wurden die aktuellen Masterarbeiten und Dissertationen der beteiligten Institute vorgestellt. Das ISR präsentierte bei dieser Gelegenheit folgende Themen:

  • Risiko des Eisabfalls von Windenergieanlagen (Markus Drapalik)
  • Risikoanalyse zu Lithiumeinsatz und Aufbereitungsverfahren aus ressourcenortientierter Sicht (Gregor Preisl)
  • Uranabbau und nachhaltige Entwicklung (Franz Michalke)
  • Simulation of Beyond Design Basis Accidents – a Contribution to Risk Analysis of Nuclear Power Plants (Nikolaus Müllner)

3. Wiener Nuklearsymposium

Thema 2012: Die Rolle der Kernenergie in Zeiten der Energiewende

Seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist das Risiko der Kernkraft wieder deutlicher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten und hat auch in der Politik in Europa zu einem Umdenken geführt. Slogans wie „Atomstrom, Nein Danke!“, „Raus aus Euratom“ machen erneut vermehrt die Runde.

Der Ausstieg aus der Atomenergie ist das Thema, das die Menschen immer mehr zum Nachdenken anregt. Doch wie soll man diesen bewältigen? Welche Rolle wird die Kernenergie auch in einer ferneren Zukunft noch einnehmen? Zentrale Faktoren wie die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energieträger und die Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Erzeugung und Verteilung müssen berücksichtigt werden, wobei gleichzeitig weiterhin auf die Reduktion von Schadstoffen und Treibhausgasen nicht verzichtet werden darf.

Ist dies bei Verzicht auf Kernenergie zu bewerkstelligen, ist dazu der schnelle Verzicht auf Kernenergie sogar notwendig  oder muss die atomare Energieerzeugung als Übergangslösung eingesetzt werden?

Wann?

Freitag, 14. September 2012 , 09:00 bis 14:00 Uhr

Wo?

Seminarraum „Alte Kapelle“, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 2.8, A-1090 Wien

Prof. Kromp wurde mit dem österreichischem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet


Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle überreichte die Auszeichnung am 13. März 2012.

“Ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Wolfgang KROMP wurde mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet. Seit mehr als 30 Jahren setzt er sich für die verbesserte Sicherheit von Kernkraftwerken ein, vor allem im Nahbereich der österreichischen Grenzen. Seine Tätigkeit hat wesentlich dazu beigetragen, dass manche Sicherheitsdefizite in bilateralen Verhandlungen oder auf der EU-Ebene überhaupt behandelt wurden. Kromp hat den Grundstein dafür gelegt, dass das KKW Bohunice V-I stillgelegt wurde. Sein Wirken an den heimischen Universitäten hat Österreich zu einer Anlaufstelle für all jene gemacht, die eine kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Kernenergie suchen. Mit der Gründung des Projektes “Nukleare Sicherheit” an der Universität Wien (1992), das später zum Institut für Risikoforschung der Universität (1995) und zuletzt zum Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften an der Universität für Bodenkultur (2009) wurde, hat er der kritischen nuklearen Kompetenz eine feste, wissenschaftliche Basis und eine Bleibe in Wien gegeben. Seit 2009 ist Professor Kromp Institutsvorstand des Instituts für Sicherheits-und Risikowissenschaften an der Universität für Bodenkultur.”

Universität für Bodenkultur Wien