Energiehaushalt OÖ

Energiehaushalt Oberösterreich 1918-1938

Oberösterreich präsentierte sich an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert als ein auf landwirtschaftlichen Traditionen begründetes modernes Industrieland, dessen erfolgreiche Entwicklungsgeschichte vor allem von Landespolitikern als das Ergebnis einer konsequenten Wirtschaftspolitik seit Gründung der Ersten Republik gesehen wird. Bei genauerer Betrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes in der Zwischenkriegszeit vermisst man jedoch wirtschaftspolitische Initiativen für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die Mechanisierung der Landwirtschaft oder den Aufbau von Industriebetrieben. Das Land erfuhr erst mit der Umsetzung der auf Krieg programmierten Maßnahmen der nationalsozialistischen Planwirtschaft eine Modernisierung sämtlicher Wirtschaftsbereiche. Noch heute bilden die während der Diktatur im Nationalsozialismus vorgenommenen beziehungsweise eingeleiteten Ausbauvorhaben tragende Pfeiler von Oberösterreichs Industriearchitektur wie etwa beispielhaft an den als Aktiengesellschaften organisierten Unternehmen wie Voestalpine, Lenzing, Austria Metall oder Magna Steyr Fahrzeugtechnik, aber auch am Ausbau der Energieinfrastruktur mit der Vernetzung von Stromleitungen und der Errichtung von Umspannwerken sowie von Wasserkraftanlagen an Inn und Enns gezeigt werden kann. Der Erfolg des Nationalsozialismus gründete nicht zuletzt auf einer propagandistisch gelenkten Modernisierung und der rüstungs- wie kriegsorientierten Dynamisierung traditioneller Wirtschaftssektoren wie etwa der Land- und Forstwirtschaft, des Bergbauwesens und der Schwerindustrie, aber auch im forcierten Ausbau von Verkehrs- und Transporteinrichtungen sowie der Infrastruktur eines leistungsfähigen Elektrizitätsnetzwerkes.

Projektlaufzeit: Januar 2011 – Dezember 2015

Ansprechperson: Christian Gepp

Projektmitarbeiter: Gerhard Stadler, Emmerich Seidelberger, Christian Gepp, Johanna Walch, Markus Drapalik, Walter Stadler

Hochspannungsleitungsnetz O.W.E. A.G. und T.E.G

Partner:

         

 

 

 

 

 

Universität für Bodenkultur Wien