Gutachterliche Stellungnahme zum Forschungsreaktor München II

Der Forschungsreaktor München II (FRM-II) wird seit Betriebsbeginn mit waffengrädigem, hochangereichertem Uran (HEU) betrieben. Dem gegenüber stehen internationale Bemühungen der letzten vier Jahrzehnte, einen HEU-Verzicht für Forschungsreaktoren global durchsetzungsfähig zu machen – insbesondere durch Rückgriff auf bzw. Entwicklung von schwach angereicherten Brennstoffen (LEU) hoher Dichte. Aus verschiedenen Gründen (Standortauswahlgesetz, Verfügbarkeit von HEU-Brennstoff und Kapazität des Nasslagers für abgebrannte Brennelemente am Standort) gewinnt die Frage einer adäquaten Behandlung der abgebrannten Brennelemente und der Umrüstung des Reaktors von HEU auf LEU an Aktualität.

Die in diesem Zusammenhang stehenden Fragen des Nationalen Begleitgremiums werden gemäß des Standes von Wissenschaft und Technik beantwortet.

Ansprechperson:

Liebert Wolfgang

Universität für Bodenkultur Wien