Energiezukunft 2050 -Technische Optionen auf dem Prüfstand (E2050TOP)

Im Rahmen der Europäischen Union besteht Einigkeit darüber, dass bis 2050 ein möglichst weitgehender C02- Ausstieg realisiert sein muss, um das übergreifende Ziel des Klimaschutzes erreichen zu können. Gegenwärtig spielen fossile Energieträger, wie Kohle, Öl und Gas, und damit auch deren C02- Emissionen, aber noch eine bedeutende Rolle; ebenso setzt eine Reihe von europäischen Ländern weiterhin auf Kernenergie oder erwägt den umstrittenen Einsatz von CCS (Carbon Capture & Storage). Für Österreich gilt demgegenüber die klare Zielsetzung: Verzicht auf nukleare und fossile Energietechnologien. Der Österreichische Weg muss also auf effiziente erneuerbare Energietechnologie setzen, die im Betrieb CO-frei und im Herstellungsprozess möglichst C02-arm bzw. möglichst rohstoff- und energieeffizient ist. Erfolgversprechend ist dieser Weg nur, wenn der dazu notwendige systemische Umbau in vielen sozio-technischen Bereichen perspektivisch klar und technologisch überzeugend unterfüttert ist, neuerliche technologische Sackgassen vermieden werden und zielführend nützliche Innovationen erkannt und unterstützt werden. Zu diesem Planungs- und Reflexionsprozess, der mögliche oder notwendige Orientierungen und Nachjustierungen in der Energiewendepolitik sichtbar, diskutierbar und planbar macht, will das Projekt einen Beitrag leisten, der sich auf den Ansatz einer prospektiven Technikfolgenabschätzung stützt.

Das Projektergebnis ist eine wissenschaftlich fundierte Ausarbeitung, die Grundlagenwissen entsprechend der fokussierten Projektinhalte aufarbeitet und einschätzbar macht. Sie wendet sich insbesondere an politische Entscheidungsträger, aber auch interessierte Bürgerlnnen, die tiefere Einblicke gewinnen wollen. Darüber hinaus sind wissenschaftliche Publikationen geplant.

Ansprechperson:

Liebert Wolfgang

Universität für Bodenkultur Wien