Assessing the PRISM reactor as a disposition option for the British plutonium stockpile

Großbritannien lagert mehr als 100 Tonnen Plutonium, das nicht mehr gebraucht wird. Es ist der weltweite größte zivile Bestand. Eine von der britischen Nuclear Decomissioning Authority (NDA) verfolgte Lösung für dieses Problem ist dessen Einsatz als Brennstoff im schnellen PRISM Reaktor. Dabei soll das Plutonium proliferationsresistent gemacht werden. Zusammen mit Christopher Fichtlscherer (Universität Hamburg) und Moritz Kütt (IFSH) hat Friederike Frieß diese Möglichkeit mit Hilfe von Computersimulationen untersucht.

Die Ergebnisse wurden jetzt unter dem Titel “Assessing the PRISM reactor as a disposition option for the British plutonium stockpile” in der Fachzeitschrift Science and Global Security veröffentlicht (https://doi.org/10.1080/08929882.2019.1681736).

Workshop zu Anwendungsszenarien neuer selbstverbreitender Gentechnologien 14.-15. November 2019:

Im Zuge des Projektes zur Untersuchung des Konfliktpotenzials neuer selbstverbreitender Gentechnologien (GDKonflikt) wurden vier plausible Szenarien entwickelt. Drei dieser Szenarien basieren auf den derzeit am weitesten fortgeschrittenen Gene Drive-Vorhaben. Ein weiteres Szenario widmet sich dem Potenzial der Horizontal Environmental Genetic Alteration Agents (HEGAA)-Technologie zur biologischen Kriegsführung. Auf dem Workshop bei unseren Projektpartnern am Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung der Universität Hamburg (ZNF) wurden diese Szenarien vor einem Gremium aus Fachexperten aus den Bereichen der Evolutionsbiologie, Ökologie, internationalem Recht, Risk Assessment und GVO-Regulation vorgestellt. Dabei prüften die Experten die Szenarien kritisch auf ihre Plausibilität und unterbreiteten entsprechende Verbesserungsvorschläge.

Am zweiten Tag des Workshops wurden zwei ausgewählte Gene Drive-Szenarien in Break-Out-Groups überarbeitet und anschließend vorgestellt und kritisch diskutiert. Die Konzeption solcher Zukunftszenarien dient dazu, mögliche Konfliktpotentiale in rechtlicher, politischer, ethischer und sozialer Hinsicht aufzuzeigen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in einer gemeinsamen Publikation veröffentlicht.

Info: Konferenz SCIENCE · PEACE · SECURITY ’19

Info: Konferenz SCIENCE · PEACE · SECURITY ’19

SCIENCE · PEACE · SECURITY ’19 | https://sps.peasec.de

26.-27.9.2019 | Lichtenberg-Haus, Darmstadt, Germany

TU Darmstadt, CYSEC, PEASEC, CROSSING, IANUS, FONAS, P&D, AICES, ZNF, ISFH

Technologische und naturwissenschaftliche Innovation haben erheblichen Einfluss auf Frieden und internationale Sicherheit. Zivile und militärische Technologien beeinflussen dabei die Strategien von Staaten und stellen sie vor neue Herausforderungen, wie die Austragung von Konflikten im Cyberspace und die Entwicklung von autonomen und teil-autonomen Waffensystemen. Nukleare Abrüstung, die Kontrolle von chemischen und biologischen Waffen, Raketenabwehr und Weltraumrüstung erfahren eine neue Dringlichkeit.

Die Konferenz SCIENCE · PEACE · SECURITY ’19 hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen für Frieden und Sicherheit zu benennen. Das schließt naturwissenschaftlich-technische sowie interdisziplinäre Beiträge ein, mit Schwerpunkten bei internationaler Sicherheit, Friedensschaffung sowie transparenz- und vertrauensbildenden Maßnahmen, Rüstungskontrolle, Abrüstung und Konfliktmanagement.

Wir laden WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen zu Beiträgen ein. Angenommene Beiträge werden als Konferenzband bzw. beste Beiträge in einem Journal Special Issue (“Science and Global Security”) veröffentlicht. Basierend auf 30 Jahren Forschungstradition bei IANUS an der TU Darmstadt möchte die Konferenz ExpertInnen fachübergreifend zusammenbringen, um global relevante Fragen von Frieden und Sicherheit zu diskutieren.

TRACKS UND CHAIRS

– Cyber-Security, Cyber-War and Cyber-Peace (Prof. Christian Reuter, TU Darmstadt)

– Nuclear Nonproliferation/Disarmament (Prof. Malte Göttsche, RWTH Aachen)

– Biological/Chemical Weapons (Dr. Mirko Himmel, Uni Hamburg)

– Future Arms Control (Dr. Jürgen Altmann, TU Dortmund)

Abgabefrist für die Einreichung von (englischsprachigen) Talks, Posters oder Papers: 1. April 2019

Wir erwarten Sie in DARMSTADT zur SCIENCE · PEACE · SECURITY ’19. | https://sps.peasec.de

Universität für Bodenkultur Wien