Workshop zu Anwendungsszenarien neuer selbstverbreitender Gentechnologien 14.-15. November 2019:

Im Zuge des Projektes zur Untersuchung des Konfliktpotenzials neuer selbstverbreitender Gentechnologien (GDKonflikt) wurden vier plausible Szenarien entwickelt. Drei dieser Szenarien basieren auf den derzeit am weitesten fortgeschrittenen Gene Drive-Vorhaben. Ein weiteres Szenario widmet sich dem Potenzial der Horizontal Environmental Genetic Alteration Agents (HEGAA)-Technologie zur biologischen Kriegsführung. Auf dem Workshop bei unseren Projektpartnern am Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung der Universität Hamburg (ZNF) wurden diese Szenarien vor einem Gremium aus Fachexperten aus den Bereichen der Evolutionsbiologie, Ökologie, internationalem Recht, Risk Assessment und GVO-Regulation vorgestellt. Dabei prüften die Experten die Szenarien kritisch auf ihre Plausibilität und unterbreiteten entsprechende Verbesserungsvorschläge.

Am zweiten Tag des Workshops wurden zwei ausgewählte Gene Drive-Szenarien in Break-Out-Groups überarbeitet und anschließend vorgestellt und kritisch diskutiert. Die Konzeption solcher Zukunftszenarien dient dazu, mögliche Konfliktpotentiale in rechtlicher, politischer, ethischer und sozialer Hinsicht aufzuzeigen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in einer gemeinsamen Publikation veröffentlicht.